Worauf hoffen wir?

 
Wir Christen vertrauen darauf, dass mit dem Tod nicht „alles vorbei ist“. Wir hoffen darauf, dass Gott uns nach unseren irdischen Tod ein neues Leben schenken wird. Der Apostel Paulus begründet unsere christliche Hoffnung mit den Worten aus dem Römerbrief: „Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen: weder Tod noch Leben ….“ [Römer 8]. Wir Christen glauben, dass Gottes Macht stärker ist als der Tod. Gezeigt hat er es uns an Ostern, als er seinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferstehen ließ.

Aber wie wir uns unsere Zukunft jenseits des irdischen Todes vorstellen sollen, wissen wir nicht genau. Auch die Bibel spricht nur in Bildern und Vergleichen von dem, was danach kommt.

Als die Korinther Paulus fragen, wie wir nach dem Tod aussehen werden, antwortet Paulus: Unser irdischer Körper ist wie ein Samenkorn, das einmal vergeht. Wenn er aber auferstehen wird, ist er unvergänglich. Was begraben wird, ist unansehnlich und schwach, was aufersteht, ist herrlich und voller Kraft. [1. Kor 15]

Unser irdischer Körper vergeht – das wissen und sehen wir ja. Wenn wir auferstehen, dann wird Gott uns einen neuen Körper geben. Wie das geschehen kann, ist ein Geheimnis.

 

Andere biblische Vergleiche:

Am Vorabend seines Todes spricht Jesus zu seinen Jüngern: In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. [Joh 15]

So wie wir uns freuen, nach einer langen und anstrengenden Reise nach Hause zu kommen, so werden sich die Verstorbenen freuen, nach einer langen und anstrengenden Lebensreise „heim zu gehen“.

 

Gottes Volk erwartet bis heute die Zeit der Ruhe, den wahren Sabbat. Wer zu dieser Ruhe gefunden hat, wird von aller seiner Arbeit ausruhen können!“ [Hebr 4]

So wie wir uns nach einem harten, anstrengenden Arbeitstag dankbar ausruhen, so ist auch der Tod ein langes Ausruhen von den Anstrengungen des irdischen Lebens.

 

Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein. Ja, Gott wird in ihrer Mitte wohnen. Er wird alle ihre Tränen trocknen und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nicht mehr geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.“[Hebr 21]

Der Visionär Johannes schreibt diese Worte an Christen, die von den staatlichen Behörden verfolgt, verhaftet, gefoltert und getötet wurden. Er kann das nicht verhindern – aber er gibt ihnen die Hoffnung, dass das einmal nicht mehr sein wird.

 

Wenn der Menschensohn in seiner ganzen Herrlichkeit – begleitet von den Engeln -kommt, dann wird er auf dem Thron Gottes sitzen. Alle Völker werden vor ihm erscheinen, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie ein Hirte die Schafe von den Böcken trennt. So beginnt das Gleichnis vom Weltgericht, das mit den Worten endet: Und sie werden der ewigen Strafe ausgeliefert sein. Aber die Gottes Willen getan haben, erwartet unvergängliches Leben. [Matthäus 26]

Nach unserem irdischen Leben werden wir uns vor Gott verantworten für das, was wir getan und unterlassen haben. Gott wird uns fragen: „Was hast du gemacht mit deinem Leben?“

Wenn wir uns dieser Frage schon jetzt stellen, begreifen wir, dass wir weder unsere Mitmenschen noch uns selbst so lieben, wie es uns möglich gewesen wäre. Darum sind wir darauf angewiesen, dass Gott uns dereinst unsere bösen Taten und unsere Unterlassungen vergibt und uns aus lauter unverdienter Liebe annimmt. Darum sagen wir am Grab: „Gott seiner Seele gnädig um Jesu Christi willen.“